Eine 3D-Illustration, designed von unserer Lernenden, die einen Stabel verschiedener Bücher zeigt. Dies als Symbol für die verschiedenen Disziplinen der Ausbildung, die analoge und digitale Themen beinhaltet.
Polygrafie – Facettenreich, anspruchsvoll und zukunftsorientiert

Facettenreich, anspruchsvoll und zukunftsorientiert

Leonie Rupp
22. September 2021 – 4 min Lesezeit

Egal ob Druckvorstufe, Druckerei, Grafikatelier oder Werbeagentur: Polygrafinnen und Polygrafen sind überall dort anzutreffen, wo Print- und Screenmedien vorbereitet und verarbeitet werden. Durch zahlreiche Schnupperlehren in der Druckbranche war für mich bald klar, in welche Richtung mein Berufswunsch geht. So begann im Sommer 2017 meine Reise als angehende Polygrafin. Vier Jahre später, genauer gesagt im Juli 2021, habe ich meine Ausbildung bei der salted GmbH nun erfolgreich abgeschlossen.

Wie der Name schon sagt, ist der Beruf als Polygraf/-in sehr vielseitig und abwechslungsreich. Neben drucktechnischen Disziplinen wie Typografie und Lithografie gehören auch gestalterische Grundlagen zum Gebiet der Polygrafie. Ein weiterer Schwerpunkt bildet das Webdesign. Mit Hilfe von Layout- und Bildbearbeitungsprogrammen bereiten wir Texte, Bilder, Grafiken und Illustrationen so auf, damit diese fehlerfrei, übersichtlich gegliedert und ästhetisch überzeugend ausgegeben werden können. Der Arbeitsalltag von Polygrafinnen und Polygrafen ist geprägt von der Arbeit am Computer. Trotzdem spielt die Zusammenarbeit im Team sowie der Kontakt zur Kundschaft eine wichtige Rolle. Nach den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden entstehen so vielfältige Produkte wie Bücher, Broschüren, Kataloge, Flyer, Plakate und Websites. Auf der Grundlage von Corporate Designs gilt es ausserdem immer wieder Icons oder sogar Logos umzusetzen. Der Polygrafin oder dem Polygrafen wird es dementsprechend nie langweilig.

Die vierjährige Grundbildung startet an den meisten Berufsfachschulen vollschulisch. Für mich hiess das während einem Jahr jeweils vier Tage pro Woche die Schule zu besuchen und einen Tag Erfahrungen im Lehrbetrieb zu sammeln. Ergänzend zur schulischen Berufsausbildung, wurden ausserdem jährlich zwei überbetriebliche Kurse (üKs) durchgeführt. Zu Beginn der Lehre erhielten wir so vertiefte Kenntnisse in den Adobe Programmen InDesign, Photoshop und Illustrator. Die weiteren Lehrjahre wurden anschliessend mit einem Schultag pro Woche weitergeführt. Themen wie Satztechnik, Bildbearbeitung und Mikrotypografie wurden dabei im Unterricht behandelt. Aber auch die Anwendung von Farbmanagement und die Aufbereitung von Druckdaten wurde ausführlich vermittelt. Somit ist man als Polygraf/-in nicht nur dafür verantwortlich, ein Produkt ansprechend zu gestalten, sondern auch zu gewährleisten, dass die Daten einwandfrei gedruckt und an einem Bildschirm optimal angezeigt werden können.

Ab dem zweiten Lehrjahr bestand schliesslich die Möglichkeit in die lehrbegleitende Berufsmatur einzusteigen, welche ich ergriffen habe. Dies gab mir die Möglichkeit, mich auch vermehrt mit konzeptionellen und fotografischen Projekten auseinanderzusetzen. Viele Arbeiten haben dabei zu meiner gestalterischen und persönlichen Entwicklung beigetragen. Der erfolgreiche Berufsmaturitätsabschluss mit der Ausrichtung Gestaltung und Kunst ermöglicht mir nun den prüfungsfreien Zugang zu einem späteren Studium an einer Fachhochschule. Der anspruchsvolle Unterricht sowie die zahlreichen, zeitintensiven Projekte waren jedoch nicht zu unterschätzen. Mit genügend Eigenverantwortung, Selbstständigkeit und etwas Kreativität war aber auch diese Aufgabe zu meistern.

Durch das vielseitige Angebot von salted gestaltete sich meine Ausbildung im Lehrbetreib ebenfalls sehr abwechslungsreich. Während vier Jahren hatte ich so die Chance nicht nur druckspezifische Arbeiten umzusetzen, sondern auch vermehrt Aufträge im Bereich Datenbanken und Websites kennenzulernen. Das eingespielte Team von salted stand mir dabei stets zur Seite und unterstütze mich entsprechend. Die vier Jahre werde ich daher als sehr lehrreiche, spannende und schöne Zeit in Erinnerung behalten und die dabei gewonnen Erfahrungen mit in meinen Arbeitsalltag als ausgelernte Polygrafin nehmen.

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