Ein anderer, ganzheitlicher Blickwinkel hilft das Bild als Ganzes zu schärfen.

Multi, omni, criss und cross

Yannick Deiss
26. Mai 2021 – 5 min Lesezeit

Wir Marketers tendieren häufig dazu, uns mit verschiedenen Begriffen zu schmücken, deren präzise Bedeutung oft gar nicht (ganz) klar ist. Aber wer gibt schon gerne zu, dass einem der Überblick fehlt? Prominentes Beispiel hierzu sind die Begriffe «Cross-», «Multi-» und «Omni-Channel». Das Durcheinander ist perfekt und die Unterscheidung der Begriffe fällt vielen von uns schwer. Hilfe naht in den folgenden Abschnitten, Ehrenwort!

 

Vielfalt der Kanäle

Ohne grosse Recherche mag den meisten auffallen, dass mit allen genannten Konzepten der «Vertrieb» oder die «Kommunikation über mehre Kanäle» gemeint ist. salted fokussiert sich in ihrer Agenturleistung vorwiegend auf die Kommunikation und lässt die Finger von Distributionsstrategien (sofern man dies überhaupt noch so konkret trennen kann). Eine Unternehmung kommuniziert beispielsweise über eine App in den Stores, über ihre Internetseite mit integriertem Webshop, über die bewährten Printmedien und auch an Messen oder in Zeitschriften – die Vielfalt der Kommunikationskanäle wird immer grösser. Freigeistern und Strategen stehen somit jede Menge Möglichkeiten offen, wichtige Botschaften nach aussen zu tragen.

 

Cross-Channel vs. Multi-Channel

Ich mache Ihnen nichts vor, liebe Leserinnen und Leser. Erst nach einer halbstündigen Recherche fühlte ich mich in meiner bisherigen Auffassung genug bestätigt, um diesen Artikel zu schreiben. Die meisten Forscherinnen, Experten, Idealisten und Trendsetterinnen sind sich einig: Während «Multi-Channel» lediglich darauf hindeutet, dass die Kommunikation über mehrere Kanäle stattfindet, beinhaltet «Cross-Channel» die äusserst relevante Verknüpfung dieser Kanäle. Mit dem Cross-Channel-Ansatz sorgen also Informatikerinnen und Marketers dafür, dass die Informationen aus derselben Datenbasis stammen oder mindestens miteinander verknüpft sind. Daten und Dateninkremente werden einmalig gespeichert und zentral verwaltet, sodass deren Ausleitung zentral organisiert werden kann.

In genau dieser Verknüpfung der Kanäle sehen wir bei salted einen massgeblichen Vorteil eines Product Information Management Systems (PIM). Produktentwicklerinnen, Forscher, Verkäuferinnen und Marketers teilen sich einen Datentopf, der zentral bearbeitet und in alle Richtungen weiterverwertet wird. Diese technologische Errungenschaft hilft also dabei, für die Website, den Webshop, den Onlinekatalog, die Mobile App, den Jahreskatalog, die Saisonbroschüre und viele weitere über eine hochwertige und verwertbare Datenbasis zu verfügen.

… und Omni-Channel?

Die Abgrenzung von «Omni-Channel» gegenüber «Multi-Channel» scheint nicht ganz so offensichtlich. Grundsätzlich verstehen die meisten darunter die Weiterentwicklung von «Multi-Channel» um diesen einen, ganz konkreten Mehrwert: Allen Kunden wird jederzeit der Zugriff auf alle Informationen und Daten ermöglicht – unabhängig davon, mit welchem Gerät oder über welchen Kanal sie einsteigen. Somit ist auch der Wandel von «multi» (viele) auf «omni» (alle) schlüssig. Darüber hinaus – jedoch bereits bei Multi-Channel-Kommunikation möglich – sollen Daten über das Verhalten der Besuchenden und der Kundschaft aus allen Kanälen genutzt und für Verbesserungen eingesetzt werden. So können unter Umständen, abhängig vom Kanal und von der Betrachterin, verschiedene Produkte oder Preise empfohlen werden, um jederzeit und überall möglichst schnell mit den wichtigsten Informationen und Angeboten zu punkten.

 

Der richtige Kanal für Sie

Keiner diese Ansätze ist der einzig Richtige. salted legt viel Wert darauf, die Basis der kommunikativen Aktivitäten und Projekte zu kennen. Wir möchten nichts dem Zufall überlassen. Genau deshalb werfen wir dazu immer wieder dieselben Fragestellungen in die Runde:

  • Wer sind Ihre Zielkunden?
  • Was wünschen Ihre Zielkunden?
  • Welches sind deren Gewohnheiten?
  • Wie laufen die Informations- oder Kaufprozesse ab?
  • Mit welchen Botschaften können Sie Emotionen schaffen?
  • Was hat bisher gut funktioniert? Weshalb?
  • u.v.m.

 

Wir resümieren, dass der Einsatz von nur einem Kanal für eine erfolgreiche Kommunikation nicht (mehr) ausreicht und auch nicht mehr der heutigen Erwartungshaltung von potenziellen Kundinnen und Kunden entspricht. Welche Kanäle aber verwendet werden und inwiefern sie sich im Auftritt, im Informationsgehalt und in den Prozessen unterscheiden, ist und bleibt individuell – abgestimmt auf Ihre Kundschaft! Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wo und wie Sie Ihre Kundinnen und Kunden am wirkungsvollsten begeistern!

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